DAS PROBLEM DES LETZTEN KILOMETERS

Eine – zugegebenermaßen etwas polemische – Betrachtung: Wir sehen einen Parkplatz – z.B. vor einem zentralen Lebensmittelversorger im Ort. Und man könnte glauben, dass viele die hier einkaufen in unwegsamem Gelände wohnen, erreichbar nur über schwierigstes Terrain und Großfamilien zu versorgen haben. Auf dem besagten Platz stehen riesige SUV oder PS-starke Grand-Tourer für stundenlange Autobahnfahrten. Doch die die hier einkaufen sind keine Hüttenbewohner im Hochgebirge, es sind wir, die ganz normale Dorfbevölkerung. Die aus dem Haus geht, ins Auto steigt und auf einer bestens ausgebauten Straße einkaufen fährt, Besuche macht, ins Gasthaus fährt, was auch immer.

Mit dem Privat-PKW. Nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln, oft nicht mit dem Fahrrad, immer weniger zu Fuß. Schon garnicht bei schlechtem Wetter. Weil es eben mühsam ist, Getränkekisten zu schleppen, weil es bergauf geht und mit dem Fahrrad zu anstrengend ist, weil es aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens zu gefährlich ist, zu Fuß zu gehen, weil es zu lange dauert, und, und, und …

Und wenn ich schon mal im Auto sitz, dann fahr ich auch vielleicht noch in die Stadt. Ich lass das Auto aber nicht an der Bushaltestelle stehen, nein. Ich nehme noch nicht mal jemanden mit! Nein, los geht’s!

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